Plötzlich Führungskraft: Umgang mit Widerständen

Es ist lange her, dass ich für mich persönlich etwas geschrieben habe. Dabei schreibe ich derzeit jeden Tag. Beruflich. Für mehrere Zeitschriften. Seit Beginn des Jahres ist mit meiner Beförderung zur Teamleiterin (offizieller Titel: Objektleitung) mein Arbeitspensum enorm gewachsen. Ich hatte mehrere Monate Zeit, um mich darauf einzustellen. Und dennoch fordert mich die neue Situation. Meine Prioritäten überprüfe ich ständig und lerne jeden Tag dazu. Zum Beispiel im Umgang mit Widerständen.

Veränderungen gehen stets mit Widerständen einher, mit inneren und äußeren. Es hat mich ein paar Jahre Erfahrungszeit gekostet, das Leben als Prozess zu begreifen und nicht als etwas, das geradlinig verläuft. Beziehungen sind dynamisch, das Leben ist es auch. Es gibt intensive Zeiten und solche, in denen es nur so dahinplätschert. Während der vergangenen drei Monate fand meines auf Messen, im Verlagshaus und in Bäckereien statt. Überwiegend jedenfalls. Intensiv und voller Eindrücke.

Ein bisschen fühle ich mich wieder wie die Berufsanfängerin von früher, die wie ein quietschbunter Ball zwischen Begeisterung und Überforderung hin und her schnellte – mit dem Unterschied, dass ich heute andere führe und auch mich selbst besser zu führen vermag, als ich das damals konnte. Meine Grenzen kenne ich inzwischen gut und weiß, wann ich eine Auszeit brauche.

Ich habe Ziele für mich formuliert, die über das bloße Erreichen einer bestimmten Position hinausgehen. Sie gehen tiefer, betreffen neben den beruflichen Anforderungen meine private und persönliche Entwicklung. Fokus, Disziplin und Achtsamkeit sind mein Mantra. Dafür habe ich Unterstützung auf verschiedenen Ebenen. Für die neue Aufgabe habe ich mich sehr gut aufgestellt, finde ich.

Interessant ist es zu sehen, welche Lernfelder sich auftun, die ich zuvor nicht auf dem Schirm hatte. Interessant auch, wie sich die bewahrheiten, mit denen zu rechnen war. Letztere fallen zumeist in die Kategorie äußere Widerstände. Erstere sind eher in mir selbst zu verorten.

Fazit: Es gibt viel zu tun. Jetzt gilt es an der Herausforderung weiter zu wachsen.

Übrigens ist dieser Text Ausdruck eines meiner persönlichen Ziele, nämlich das private Schreiben neben der vielen Arbeit nicht ad acta zu legen. Meine früheren Blogs habe ich oft für tagebuchartige Momentaufnahmen genutzt. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, um wieder damit anzufangen.

 

 

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