„Der Sturm“: Magisches Spektakel am Hafen

Um kurz nach zehn ist es soweit und die Pyrotechniker des Borchert-Theaters zünden ein Feuerwerk zum großen Finale. Fast zwei Stunden unterhaltsames Schauspiel liegen zu diesem Zeitpunkt hinter uns. Mit „Der Sturm“ hat Intendant Meinhard Zanger seinen jüngsten Coup abgefeuert. Kurzweilig und voller magischer Momente gelingt der Sprung ins kalte Wasser.Weiterlesen

[Rezension] Kranichland – Anja Baumheier

Ein Brief bringt das Leben von Theresa Matusiak vollkommen durcheinander: Ihre vor Kurzem verstorbene Schwester Marlene habe ihr ein Haus vererbt. Sie kann es kaum glauben, das muss ein Missverständnis sein, denn – davon ist Theresa überzeugt – Marlene ist schon lange tot. Gestorben bei einem Bootsunfall, so hatten es ihre Eltern damals berichtet. Gemeinsam mit ihrer großen Schwester Charlotte und deren Tochter begibt sich Theresa auf Spurensuche und deckt schließlich ein lang verborgenes Familiengeheimnis auf.Weiterlesen

Über Vertrauen – #barcampkoeln 2017

Mit Vertrauen ist es so eine Sache: Du weißt nie, ob es sich lohnt. Das wirst du erst im Nachgang erfahren. Doch solltest du deswegen auf Vertrauen verzichten? Auf dem diesjährigen Barcamp Köln besuchte ich eine Session zu diesem Thema. In einer Sache waren wir Teilnehmer uns einig: Ohne Vertrauen geht es nicht.Weiterlesen

Die Schroffensteins am Borchert-Theater

Dass das Borchert-Theater nicht experimentierfreudig wäre, kann man Intendant Meinhard Zanger, Regisseurin und Dramaturgin Tanja Weidner und dem Ensemble nun wirklich nicht vorwerfen. Mit „Die Schroffensteins – eine Familienschlacht“ wagen sie sich an Heinrich von Kleists erstaunlich modernen Erstling und bringen ihn als zweisprachiges Narrenspiel auf die Bühne – mit russischen und deutschen Schauspielern.Weiterlesen

Für mehr Autorinnenzeit – ein Interview mit Sven Hensel auf der #fbm17

Im Mai dieses Jahres startete der Autor Sven Hensel die Autorinnenzeit. Sein Ziel war es, Schriftstellerinnen bewusst einen Monat lang in den Fokus zu rücken und ihnen die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie verdienen. Ich traf Sven auf der Frankfurter Buchmesse. Erstmals spricht er in einem Interview über seine Aktion, die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Buchbranche und darüber, wie es im kommenden Jahr mit der Autorinnenzeit weitergeht.Weiterlesen

Gender, Tod und Marktwirtschaft – mein Rückblick auf das #litcamp17

Wer viel liest und sich gern unter Menschen begibt, wer die Spontaneität eines Barcamps einer durchgeplanten Vortragsveranstaltung vorzieht, der sollte es vielleicht mal mit einem Besuch beim nächsten Literaturcamp Heidelberg versuchen. In diesem Jahr fanden sich rund 200 Bücherbegeisterte zum #litcamp17 zusammen. Mein (später) Rückblick auf die Veranstaltung.Weiterlesen

NICHTHIER – Veranstaltungstipp fürs Wochenende

Als ich 2004 nach Münster kam, begegnete ich einer Literatin an vielen Orten: Annette von Droste-Hülshoff. 2007 dann brachte ich mit der Schauspielerin Cornelia Kupferschmid und dem Musiker/Sounddesigner Kai Niggemann „Aber ich entschwand“ auf die Kellerbühne des Pumpenhauses, einen Monolog aus dem Briefwechsel zwischen der Droste und Levin Schücking. Mich fasznierte ihre Sprache und ihr Wesen, das zwischen den Welten wandelte – wie ich es von Figuren aus Ingeborg Bachmanns Texten kenne.Weiterlesen

Im Reich der Täufer

Uraufführung am Borchert-Theater: Das neue Jerusalem

2017 jährt sich der Beginn der Reformationsbewegung zum 500sten Mal. Damals schlug der Theologe und Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an die Tore der Schlosskirche in Wittenberg. Das Wolfgang-Borchert-Theater widmet sich zu diesem Anlass einem besonderen Kapitel der Reformation: dem Täuferreich.Weiterlesen