Blogparade: Beruflicher Quereinstieg #quereinstiegsparade

Als ich vor wenigen Wochen meinen Text „Berufswechsel: So ist mir der Quereinstieg gelungen“ veröffentlichte, habe ich nicht mit einem so enormen Echo gerechnet. Eigentlich wollte ich mir die Erfahrung nur von der Seele schreiben, weil ich dachte, dass es vielleicht den einen oder die andere Gleichgesinnte interessiert.

Tatsächlich aber bekam ich einen ganzen Haufen von Reaktionen. Menschen schrieben mir Nachrichten, die ebenfalls aus dem Theaterbetrieb ausgestiegen waren, weil sie es dort nicht mehr ausgehalten hatten. Andere teilten mir ihre Erfahrungen mit und erzählten von ihrer bunten Vita. Von Versuchen, in einem neuen Beruf Fuß zu fassen. Von Veränderungsprozessen und Richtungswechseln.

Verschiedene Perspektiven

Wieder andere schauten aus der Entscheider-Perspektive auf den Blogbeitrag und bestätigten, dass aus ihrer Sicht viel zu viele Ressourcen ungenutzt blieben, weil der Mut fehlte, Quereinsteigern eine Chance zu geben. Manche von ihnen erzählten sehr berührende Geschichten von eigenen Mitarbeitern, deren Lebenslauf nicht dem gewohnten Standard entsprach.

Was mich natürlich besonders freut, sind all die Geschichten, in denen mir jemand berichtete, dass er oder sie den Berufswechsel ebenfalls bereits geschafft hatte. Das macht Mut! Und das soll es auch. Nur weil jemand in seinem Leben ungewöhnliche Abzweigungen genommen hat, heißt das weder, dass er keine sinnvollen Ziele verfolgt, noch dass er aus Vorherigem nichts gelernt hätte.

Wenn der Schein zählt

Aus den bisherigen Reaktionen auf den Beitrag zum Quereinstieg haben sich einige Themen für mich herauskristallisiert, die immer wieder auftauchen:

  1. Scheingläubigkeit: Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe den Eindruck, dass hierzulande eine Fähigkeit/Kompetenz oft nur zählt, wenn sie auch zertifiziert und bescheinigt wurde. Lebens- und Berufserfahrung als solche hat noch immer nicht den gleichen Stellenwert wie ein entsprechender Schein. Was also häufig stärker gewichtet wird, ist das Papier.
  2. Umgang mit dem Scheitern: Auf meinen Reisen erlebe ich es immer wieder, dass mir aus anderen Ländern ein ganz anderer Umgang mit Vita-Brüchen und dem Auf-die-Nase-fallen erzählt wird. Es ist eine Frage der Haltung, ob du das Scheitern als Mangel oder als Bereicherung einordnest. Meine These: Wir brauchen eine neue Fehlerkultur. Eine, die nach vorne schaut und auf das Lernen ausgerichtet ist.
  3. Mut: Sein Leben so grundlegend zu ändern, scheint etwas so Ungewöhnliches zu sein, dass Menschen, die es schließlich wagen, dafür bewundert werden. Nicht falsch verstehen, ich freue mich über das positive Feedback. Ich bedauere es nur, dass sich viele Menschen in einer ähnlichen Situation nicht trauen, den entscheidenden Schritt zu gehen. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig und auch sehr individuell.

Eines wird in den Geschichten, die ich gehört habe, allerdings deutlich: Vieles, was uns der Kopf an Ängsten und Sorgen herbei fantasiert, findet in der Realität letztlich gar nicht statt. Ja, es ist nicht immer einfach. Und es kommen Herausforderungen auf dich zu, mit denen du nicht gerechnet hast. Ich nenne das Leben.

Aufruf zur Quereinstieg-Blogparade

Meine Entscheidung habe ich nicht bereut. Und ich würde mich freuen, wenn mehr Unternehmen das Potenzial erkennen, das in bunten und ungewöhnlichen Lebensläufen steckt. Darum habe ich entschieden, zum Thema Quereinstieg und Berufswechsel zu einer Blogparade aufzurufen.

Ich bin sicher, es gibt noch zahlreiche Geschichten dazu zu erzählen. Und sicherlich ist es spannend, verschiedene Perspektiven nebeneinander zu stellen.

  • Du hast selber einen Berufswechsel hinter dir? Berichte uns davon! Was hat dir geholfen?
  • Du arbeitest in einem Unternehmen und bist zuständig für die Personalauswahl? Lass uns an deinem Erleben teilhaben.
  • Du bist Coach und hast Menschen beim beruflichen Quereinstieg begleitet? Deine Sichtweise interessiert uns sehr!
  • Du denkst darüber nach, beruflich noch einmal neu anzufangen? Was hindert dich daran?

Ich wünsche mir ein buntes Potpourri inspirierender Geschichten, die zum Nachdenken anregen und anderen Mut machen. Die zeigen, wie vielfältig die Arbeitswelt heute ist. Und ich würde mich freuen, wenn du mit einem Text/Video/Podcast dazu beitragen möchtest.

Teilnahmebedingungen

Damit ich deinen Beitrag auch finde und ihn in die Liste meiner Blogparade aufnehmen kann, habe ich einige Regeln für die Teilnahme aufgestellt.

  • Verfasse auf einem eigenen Blog einen Beitrag zum Thema „Beruflicher Quereinstieg“.
  • Integriere gerne unser Logo in deinen Beitrag. Du kannst es direkt hier herunterladen.
  • Verlinke in deinem Text meinen Beitrag Berufswechsel: So ist mir der Quereinstieg gelungen“ oder auf diesen Aufruf zur Blogparade.
  • Hinterlasse unter diesem Post einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag.
  • Mache auf den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #quereinstiegsparade auf die Aktion aufmerksam.

Diese Blogparade endet am 7. Oktober 2018. Ich werde dann in einem weiteren Posting meine Eindrücke zusammenfassen und auf deinen Beitrag verlinken. (Dass ich weder beleidigende, noch sexistische oder rassistische Inhalte verlinke, versteht sich von selbst.)

Meine Mitstreiter

Die Idee, zum beruflichen Quereinstieg eine Blogparade zu starten, hatte ich nicht alleine. Sowohl Daniela Sprung von bloggerabc als auch Stephanie Kowalski (Online PR Guide) haben da ihre Finger im Spiel und den Vorschlag unterstützt. Steffi hat sogar das töfte Logo und den schicken Header beigesteuert. Mit dem Bild zu meinem Text hat sie mich auf Instagram überrascht. Dafür vielen Dank!

Nun bin ich gespannt auf deine Geschichte. Viel Spaß beim Schreiben!

 

 

 

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