Gepardenbabys im Allwetterzoo: Aufsehen erregender Zuchterfolg

Sechs Katzen und ein Kater – das ist das Ergebnis des jüngsten Wurfs der Gepardendame Namoja im Allwetterzoo Münster. Sieben auf einen Streich, unter Geparden ist dies eine Seltenheit. Heute auf den Tag genau fünf Wochen sind die
Gepardenbabys im Allwetterzoo alt, die am Dienstag, 28. April, geboren wurden. Sie wiegen zwischen einem und zwei Kilo. Alle sieben sind putzmunter. Dabei hatten die Tierpfleger bei zweien von ihnen zunächst Sorge: Sie waren deutlich dünner als ihre Geschwister. „Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die beiden zwischendurch mit der Flasche zu füttern“, erklärt Zootierarzt Carsten Ludwig.

Zweiter Wurf

Einmal am Tag bekommen die Sorgenkinder Milch und auch schon in kleinen Mengen Fleisch. Bei dieser Maßnahme handele es sich nicht um eine Flaschenaufzucht, sondern lediglich um eine Zufütterung, betonen Carin Fels und Alexander Dietrich, die für die Pflege der Jungtiere zuständig sind. „Milch bekommen sie auch von der Mutter, aber in dem Fleisch steckt noch mehr Energie“, so Fels.

Bei den sieben Zwergen handelt es sich bereits um den zweiten Wurf der Gepardin Namoja. Zuletzt bekam sie fünf  männliche Jungtiere. In beiden Fällen ist Kater Jabari der Vater. Dass Namoja diesmal gleich sieben Gepardenkinder auf die Welt brachte, ist eine Sensation. „Nur bei zwei Prozent aller über das Zuchtprogramm aufgezeichneten Würfe gab es sieben Jungtiere“, sagt Stefanie Heeke, Leiterin Kommunikation und Marketing beim Allwetterzoo. „In einem Fall wurden neun, dreimal acht Jungtiere gezählt.“

Paten gesucht

Bei dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) handelt es sich um ein gesamteuropäisches Projekt, über das Zoos gezielt vom Aussterben bedrohte Tierarten züchten und erhalten. „Geparde sind stark von der Ausrottung bedroht und die Zucht ist sehr schwierig“, erklärt Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers. Entsprechend stolz ist das Team des Münsterschen Zoos auf seinen Erfolg.

Noch haben die sieben Mini-Geparde keine Namen. Das soll sich aber schnell ändern. Erst im Alter von eineinhalb oder zwei Jahren werden sie vermutlich den Allwetterzoo verlassen. Bis dahin nehmen sie am Patenprogramm des Allwetterzoos teil. Für 1000 Euro pro Tier kann eine Patenschaft für eines der Jungtiere übernommen werden. Die Patenschaft gilt jeweils für ein Jahr. Dann steht auch einer Taufe nichts mehr im Wege. Wer Interesse hat an einer Patenschaft, der findet weitere Informationen zum Patenprogramm des Allwetterzoos auf dieser Seite.

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