Über Vertrauen – #barcampkoeln 2017

Mit Vertrauen ist es so eine Sache: Du weißt nie, ob es sich lohnt. Das wirst du erst im Nachgang erfahren. Doch solltest du deswegen auf Vertrauen verzichten? Auf dem diesjährigen Barcamp Köln besuchte ich eine Session zu diesem Thema. In einer Sache waren wir Teilnehmer uns einig: Ohne Vertrauen geht es nicht.Weiterlesen

Die Schroffensteins am Borchert-Theater

Dass das Borchert-Theater nicht experimentierfreudig wäre, kann man Intendant Meinhard Zanger, Regisseurin und Dramaturgin Tanja Weidner und dem Ensemble nun wirklich nicht vorwerfen. Mit „Die Schroffensteins – eine Familienschlacht“ wagen sie sich an Heinrich von Kleists erstaunlich modernen Erstling und bringen ihn als zweisprachiges Narrenspiel auf die Bühne – mit russischen und deutschen Schauspielern.Weiterlesen

[Rezension] Schoßgebete – Charlotte Roche

Die Verfilmung ist schuld. Mehr aus Langeweile klickte ich vor einer Weile in der ARD-Mediathek den Film „Schoßgebete“ an. Es war spät, aber ich konnte mich noch nicht aufraffen, ins Bett zu gehen. Dass die wunderbare Lavinia Wilson und Jürgen Vogel in dem Film die Hauptrollen spielen, hatte ich irgendwann gelesen, mir aber nicht gemerkt. Obgleich ich dachte, dass ich ohnehin nur eine halbe Stunde durchhalten würde, schaute ich den Film bis ganz zum Ende an. Einen Tag später kaufte ich das Buch.Weiterlesen

[Rezension] Dann schlaf auch du – Leïla Slimani

„Das Baby ist tot.“ Mit diesem Satz beginnt Leïla Slimani ihren Erfolgsroman „Dann schlaf auch du“, in dem sie kühl und präzise ein grauenvolles Verbrechen seziert. Auf den ersten Blick ist es das perfekte Familienglück: Myriam und Paul leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in einer Altbauwohnung im 10. Arrondissement in Paris. Damit Myriam nach der Geburt des Sohnes wieder arbeiten kann, suchen sie sich eine Nanny und entscheiden sich für Louise, eine alleinstehende Frau in den 40ern, Mutter einer erwachsenen Tochter.Weiterlesen

Für mehr Autorinnenzeit – ein Interview mit Sven Hensel auf der #fbm17

Im Mai dieses Jahres startete der Autor Sven Hensel die Autorinnenzeit. Sein Ziel war es, Schriftstellerinnen bewusst einen Monat lang in den Fokus zu rücken und ihnen die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie verdienen. Ich traf Sven auf der Frankfurter Buchmesse. Erstmals spricht er in einem Interview über seine Aktion, die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Buchbranche und darüber, wie es im kommenden Jahr mit der Autorinnenzeit weitergeht.Weiterlesen

[Rezension] Comeback mit Backpack – Gitti Müller

Raus aus der Komfortzone! Das dachte sich die Autorin Gitti Müller und machte sich 2015 als Alleinreisende Frau auf den Weg nach Südamerika. Bereits 1980 hatte sie eine Tour auf den vielseitigen Kontinent unternommen. Damals, im Alter von 24 Jahren, besuchte sie unter anderem Nicaragua, Costa Rica, Peru und Brasilien. In ihrem Buch „Comeback mit Backpack“ berichtet Müller von beiden Reisen. Das macht Lust, selbst bald den Rucksack zu schultern und sich ins nächte Reiseabenteuer zu stürzen.Weiterlesen

[Rezension] Alles über Heather – Matthew Weiner

Für Serienfans ist Matthew Weiner kein Unbekannter: Mit „Mad Men“ und „Die Sopranos“ hat der Drehbuchautor zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst und zwei Erfolgskonzepte vorgelegt, die ihm international Anerkennung einbrachten. Nun ist mit „Alles über Heather“ sein erster Roman erschienen. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.Weiterlesen

Gender, Tod und Marktwirtschaft – mein Rückblick auf das #litcamp17

Wer viel liest und sich gern unter Menschen begibt, wer die Spontaneität eines Barcamps einer durchgeplanten Vortragsveranstaltung vorzieht, der sollte es vielleicht mal mit einem Besuch beim nächsten Literaturcamp Heidelberg versuchen. In diesem Jahr fanden sich rund 200 Bücherbegeisterte zum #litcamp17 zusammen. Mein (später) Rückblick auf die Veranstaltung.Weiterlesen

NICHTHIER – Veranstaltungstipp fürs Wochenende

Als ich 2004 nach Münster kam, begegnete ich einer Literatin an vielen Orten: Annette von Droste-Hülshoff. 2007 dann brachte ich mit der Schauspielerin Cornelia Kupferschmid und dem Musiker/Sounddesigner Kai Niggemann „Aber ich entschwand“ auf die Kellerbühne des Pumpenhauses, einen Monolog aus dem Briefwechsel zwischen der Droste und Levin Schücking. Mich fasznierte ihre Sprache und ihr Wesen, das zwischen den Welten wandelte – wie ich es von Figuren aus Ingeborg Bachmanns Texten kenne.Weiterlesen