[Rezension] Die Stadt der besonderen Kinder – Ransom Riggs

Mit „Die Insel der besonderen Kinder“ hat Ransom Riggs 2011 einen Überraschungserfolg gelandet. Ich besprach das Buch erst vor Kurzem. Nun legt der Autor den zweiten Band der Trilogie vor. In „Die Stadt der besonderen Kinder“ wird es äußerst spannend und auch phantastisch – im literaturwissenschaftlichen Sinn des Wortes.Weiterlesen

[Rezension] Judas – Amos Oz

Es gibt Bücher, die fesseln von der ersten Seite an, überzeugen mit wagemutigen dramatischen Wendungen und einer ordentlichen Prise Spannung. Andere hingegen kommen eher unauffällig daher, schleichen sich nur tröpfchenweise ins Bewusstsein und nehmen einen langsam mit auf eine innere Reise. „Judas“ von Amos Oz ist eher letzterer Kategorie zuzuordnen. Es ist ein Kammerspiel für drei Personen. Der Held, der eigentlich ein Antiheld ist, macht scheinbar keine allzu intensive Wandlung durch. Er lässt die Dinge mit sich geschehen, das ist auch schon alles. Auf den ersten Blick.Weiterlesen

[Rezension] Die vergessene Generation & Kriegsenkel von Sabine Bode

Für zwei Wochen lag mein Blog brach. Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Da ich „nebenher“ gerade ein weiteres Studium absolviere und vor ein paar Tagen meine Diplomarbeit abgeben musste, hatte ich gut mit anderen Büchern und Texten zu tun. Meist lese ich mehrere Bücher nebeneinander, fachliche und auch private, aber fürs Rezensieren hat es zeitlich einfach nicht gereicht. Nunja, in der Zwischenzeit hat sich in meinem Gelesen-Regal einiges angesammelt. Diese beiden hier zum Beispiel habe ich mit großem Interesse verschlungen.Weiterlesen

[Rezension] Jahre wie diese – Sadie Jones

In einem Museum begegnen sich Nina und Luke, die Protagonisten des Romans „Jahre wie diese“, zum ersten Mal. Sie wissen es nicht und werden sich später kaum an diesen Augenblick erinnern können. Ihre Leser aber lässt Autorin Sadie Jones zum Einstieg an dem schicksalhaften Moment im Leben der Kinder teilnehmen. Es ist eine Schlüsselszene dieses bewegenden Romans, der in der englischen Theaterlandschaft der 70er-Jahre spielt.Weiterlesen

[Rezension] Der Pferdeflüsterer – Nicholas Evans

Ein schrecklicher Unfall verändert das Leben von Annie und ihrer Tochter Grace auf tragische Weise. Grace verliert dabei nicht nur ihre beste Freundin Judith und ihren Unterschenkel, sondern zudem noch ihren Lebensmut. Mit Pilgrim, Graces Pferd, das ebenfalls vom Unfall schwer gezeichnet wurde, sieht es nicht viel anders aus. Doch trotz seiner schweren Verletzungen entscheidet sich Annie, das Tier nicht einschläfern zu lassen. Stattdessen bringt sie ihre Tochter und den traumatisierten Pilgrim zu Tom Booker. Dieser soll auf geradezu magische Weise mit Pferden kommunizieren können.Weiterlesen

[Rezension] Ein Jahr auf dem Land – Anna Quindlen

Rebecca Winter ist eine gefeierte Künstlerin. Als Fotografin setzte sie einst Maßstäbe. Ihr Werk „Stillleben mit Brotkrümeln“ erzielte Spitzenpreise. Doch als Jahre später weitere Erfolge ausbleiben, ihre Ehe in die Brüche geht und sich die unbezahlten Rechnungen stapeln, zieht es sie unfreiwillig – und fernab des Glamours – aufs Land. Ein Jahr lang hält sie sich in der Stille und Abgeschiedenheit auf und nutzt die Zeit, vergangene Ereignisse Revue passieren zu lassen.Weiterlesen

[Rezension] Blinde Vögel – Ursula Poznanski

Schon einmal schaffte es Ursula Poznanski, mich mit einem ihrer Bücher zu fesseln: Erebos. Den Jugendthriller konnte ich damals kaum aus der Hand legen. Ganz ähnlich erging es mir nun mit ihrem Kriminalroman „Blinde Vögel“, der über weite Strecken in der virtuellen Facebook-Welt angesiedelt ist.Weiterlesen

[Rezension] Aller Liebe Anfang – Judith Hermann

„Aller Liebe Anfang“ heißt der erste Roman von Judith Hermann. Vielen ist sie keine Unbekannte. Ihre Erzählbände „Sommerhaus, später“ (1998) und „Nichts als Gespenster“ (2003) wurden zu Recht hoch gelobt. Und auch die fünf Erzählungen in „Alice“ wurden zuletzt 2009 auf dem internationalen Parkett gefeiert.Weiterlesen

[Rezension] Die Illusion des Getrenntseins – Simon van Booy

Sanft wie Pfirsichhaut, facettenreich wie Farbspiele auf den Flügeln eines Schmetterlings, manchmal zupackend und sogar grob ist die Sprache von Simon van Booy in seinem Roman „Die Illusion des Getrenntseins“. Niemals jedoch ist sie beliebig. Dies ist ein Buch, das ich wahrlich kaum aus der Hand legen konnte. Es sind die Erzählungen vieler Menschen, die der Autor sprachgewaltig miteinander verknüpft.Weiterlesen

[Rezension] „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ – Benjamin Alire Sáenz

Verschiedener als Aristoteles und Dante könnten Freunde wohl kaum sein. Der eine, Dante, ist klug und bringt Aristoteles, genannt Ari, – im wahren und auch im übertragenen Sinne – das Schwimmen bei. Mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ ist Benjamin Alire Sáenz ein philosophischer Roman gelungen, der sich sanft dem Thema Homosexualität annähert.Weiterlesen