[Rezension] Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln – Christoph Peters

Kann man über die Geschichte eines Ofenbaus einen ganzen Roman füllen? Man kann, zumindest wenn man es derart detailverliebt tut wie Christoph Peters. Bereits in seinem Buch „Mitsukos Restaurant“ lebte der Autor seine Liebe zu japanischen Ritualen literarisch aus. Diesmal widmet er sich der Keramikkunst und allem, was – zumindest aus Sicht der japanischen Tradition – dazu gehört.Weiterlesen

[Rezension] Der Junge muss an die frische Luft – Hape Kerkeling

Als ich vor ein paar Jahren „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling las, war ich schlichtweg begeistert. Ich fand es humorvoll und berührend. Entsprechend hoch waren nun die Erwartungen, als ich Kerkelings aktuelles Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ in die Finger bekam. Es lag auf dem weihnachtlichen Gabentisch – bereits wenige Tage später hatte ich es ausgelesen.Weiterlesen

[Rezension] Das Moskau-Spiel – Christian von Ditfurth

In seinem Spionage-Thriller „Das Moskau-Spiel“ taucht der Schriftsteller und Historiker Christian von Ditfurth tief in ein Kapitel deutsch-russischer Geschichte ein. In der auf zwei Handlungsebenen angesiedelten Erzählung entwickelt er seine Version vom Ende des Kalten Krieges und verknüpft diese mit einer – manchmal etwas hölzern wirkenden – Vater-Sohn-Geschichte.Weiterlesen

[Rezension] Der Werwolf von Münster – Maria Rhein & Dieter Beckmann

Kriminalromane mit Lokalkolorit gibt es viele. Die meisten finden ihre Leserschaft vor Ort, denn es macht Spaß, die vertrauten Straßenzüge und Gebäude vor dem inneren Auge bei der Lektüre wiederzuerkennen. Das dachten sich wohl auch Maria Rhein und Dieter Beckmann bei der Konzeption ihres Romans „Der Werwolf von Münster“. Einen weiteren Aspekt fügten sie ihrem Plot hinzu: Die Geschichte rund um den Geheimpolizisten Heinrich Maler spielt im 19. Jahrhundert vor historischer Kulisse. In einer Stadt wie Münster gibt es dafür massenweise Stoff.Weiterlesen

[Rezension] Kinder des Jacarandabaums – Sahar Delíjaní

Heute möchte ich euch eines der Bücher vorstellen, die mich im Jahr 2014 am stärksten bewegt haben. Es ist der Debütroman „Kinder des Jacarandabaums“ von Sahar Delíjaní. Dieses Buch geht unter die Haut. In einer bilderreichen und manchmal poetischen Sprache verknüpft die Autorin darin gleich mehrere Schicksale dreier Generationen einer Familie im Iran der 80er-Jahre.Weiterlesen

[Rezension] Jein! – Bindungsängste erkennen und bewältigen von Stefanie Stahl

Sie trennen sich überraschend, obwohl es gerade gut läuft. Sie flüchten sich in Arbeit und Ausreden und verbringen immer weniger Zeit mit dem Partner. Sie machen zwei Schritte vor und drei wieder zurück. Manchmal treiben sie ihren Partner regelrecht dazu, sie zu verlassen. Menschen mit Beziehungsangst haben viele Gesichter. Oft sind sie sich der Ursache ihres widersprüchlichen Verhaltens überhaupt nicht bewusst. Der Ratgeber „Jein! – Bindungsangst erkennen und bewältigen“ von Stefanie Stahl bringt Licht ins Dunkel – und zwar sowohl für die Betroffenen als auch für deren Partner.Weiterlesen

[Rezension] Schloss aus Glas von Jeannette Walls

Wenn Elke Heidenreich ein Buch empfiehlt, kann ich mich in der Regel darauf verlassen, dass es mir auch gefällt. Die Dame und ich scheinen oft den gleichen Geschmack zu haben. So auch in diesem Fall. Kaum zu glauben, aber Jeannette Walls verlebte, so schreibt sie es in dieser Autobiografie, eine glückliche Kindheit. Dabei wirkt das Umfeld, in dem sie aufwuchs, alles andere als stabil: ständige Wohnortwechsel und Geldmangel prägten den Alltag der vielköpfigen Familie. Auf knapp 400 Seiten erzählt die Autorin ihre ungewöhnliche, manchmal schmerzhafte, aber in jedem Fall abwechslungsreiche Kindheitsgeschichte. Humorvoll und anrührend nimmt einen diese Erzählung gefangen.Weiterlesen

[Rezension] Blaue Augen bleiben blau – Balian Buschbaum

Die Bahn ratterte genüsslich durch die Lande. Schon lange nicht mehr hatte ich mich für den Zug und gegen das Auto entschieden. Diesmal aber legte ich Wert darauf, meine Hände frei zu haben und den Blick gefahrlos durch die Landschaft streifen lassen zu können. Ich wollte, so hatte ich mir vorgenommen, die Zeit nutzen, um eine Ansprache zu tippen, die ich kommende Woche bei einer Veranstaltung zu halten habe.Weiterlesen